Die Nachhaltigkeit der Krise
ARBEITSLOSENZAHLEN und KURZARBEIT
Die Arbeitslosenzahl steigt weiter langsam an, das Instrument der Kurzarbeit hilft nicht unbegrenzt Menschen in Arbeit zu halten. In einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung äußert sich Vorstandsmitglied der Bundesagentur für Arbeit, Raimund Becker zur Kurzarbeit und zur Stimmung in Deutschland. Er steht zu Kurzarbeit, obwohl diese die Kassen der Bundesagentur zügig leert und sieht den Beitrag zur Arbeitslosenversicherung von aktuell 2,8% als zu niedrig an.
Raimund Becker führt die bekannten Argumente für Kurzarbeit an, durch Kurzarbeit würden Arbeitnehmer in Festanstellung gehalten und so eine Massenarbeitslosigkeit verhindert. Durch diesen Effekt, dass die Menschen weiterhin ihre Festanstellung haben, sieht er die Konsumlaune und die Stimmung in Deutschland positiv. Die Regelungen der Bundesregierung, die die Kurzarbeit verlängern, vereinfachen und im Bereich Zeitarbeit eingeführt haben, leisteten dazu ihren Beitrag.
Auf die Frage, ob eine zeitliche Verlagerung der Arbeitslosigkeit nach hinten durch das Instrument der Kurzarbeit begünstigt wird und so kein nachhaltiger Effekt erzielt wird, führt Becker an, dass die Firmen durch Nutzung der Kurzarbeit für sich zeigten, ihre Angestellten und deren Know-How auch in der Krise halten zu wollen. Doch dieser Wille ist endlich und dann muss die Belegschaft der deutschen Unternehmen an die aktuelle wirtschaftliche Lage angepasst werden. Die Hilfe der Bundesregierung kann nicht die wirtschaftliche Lage komplett überbrücken (Quelle: in Auszügen Interview Süddeutsche Zeitung, Sibylle Haas).
AKTUELL
Der kritische Punkt für die deutschen Angestellten ist laut vieler Experten der Herbst. Es drohen einige Insolvenzen und Entlassungen, so wie aktuell bei Conti und Wadan. Wie lange Arcandor noch überlebt wird sich dieses Wochenende zeigen. VW und Porsche kämpfen weiter ihren bizarren Machtkampf. Die wirtschaftliche Krise kommt so langsam in der Bevölkerung an.
ARBEITSLOSENZAHLEN und ENTWICKLUNG der WIRTSCHAFT in DEUTSCHLAND
Die deutsche Bundesbank hat in ihrer neusten Prognose zur deutschen Wirtschaft ein Schrumpfen der deutschen Wirtschaft von 6,2% angenommen. Man sieht jedoch eine eventuelle Besserung erst für 2010. Für den Arbeitsmarkt sieht die deutsche Bundesbank eine Steigerung um bis zu 1Mio. auf 4,4Mio. Arbeitslose in den nächsten Monaten, dies entspräche einer Arbeitslosenquote von ca. 10,5%, das wäre eine dramatische Entwicklung.
ENTLASSUNG und KÜNDIGUNG
Diese dramatische Entwicklung ist für jeden Betroffenen ein Schicksalsschlag und kann sich massiv negativ auf den Betroffenen auswirken, Depressionen, finanzielle Schwierigkeiten, Selbstwertgefühl usw.. Zu den Auswirkungen von Kündigungen auf den Betroffenen aüßert sich ZEITARBEITtransparent.de ausführlich in dem Download “Zeitarbeit”, da in dieser Branche leider die Kündigung zur Tagesordnung gehört. Was Chefs/Vorgesetzte gerne bei Kündigungen falsch machen und warum eine gute Kommunikation in Krisensituationen notwendig ist. Doch diese Situation ist auch für die Personalverantwortlichen sehr schwierig, ZEITARBEITtransparent.de hat auch für sie die passenden Informationen.
TRANSFERKURZARBEIT
Die Transferkurzarbeit wird infolge dieser Entwicklung rasant zu nehmen, ZEITARBEITtransparent.de hält für Betroffene die passenden Informationen zu Transferkurzarbeit bereit. Im Herbst wird erwartet, dass die Kurzarbeit bei vielen Unternehmen endet, da viele Unternehmen nicht die vollen möglichen 24Monate beantragt haben. Dann wird sich zeigen, ob die wirtschaftliche Lage sich gebessert hat. Eine Verlängerung der Kurzarbeit ist trotzdem noch möglich. Im Herbst werden viele Transfergesellschaften entstehen und viele Arbeitnehmer werden in diese Gesellschaften wechseln, um dort Transferkurzarbeit zu leisten.

